Laufen mit Gewichten

Laufen mit Gewichten

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Wer regelmäßig Laufen beziehungsweise Joggen geht, der wird unabhängig von seinem Trainingsfortschritt sicherlich bereits gemerkt haben, dass sich die körpereigene Ausdauer beziehungsweise Kondition schnell an gleichbleibende Belastungen anpasst. Das persönliche Trainingsprogramm sollte aus diesem Grund stets verändert und im Idealfall natürlich dahingehend angepasst werden, dass der Körper wieder vor einer neuen Herausforderung steht. Beim Laufen denken hierbei natürliche alle Sportler erst einmal an eine Steigerung des Volumens, was bedeutet, dass im Rahmen des Trainings eine weitere Strecke zurückgelegt wird. Auf der anderen Seite besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Intensität zu erhöhen, was dementsprechend zur Folge hat, dass im Rahmen des Trainings mit einer höheren Geschwindigkeit gelaufen wird. Was sollen jedoch erfahrene Läufer tun, welche bereits 10, 20 oder mehr Kilometer am Stück zurücklegen können und dabei bereits eine hohe Grundgeschwindigkeit besitzen? Der folgende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema “Laufen mit Gewichten“, da die Verwendung von zusätzlichen Gewichten dem Lauftraining vollkommen neue Möglichkeiten bietet.

Gewichtsmanschetten oder Gewichtsweste – was ist bei der Auswahl zu beachten?

Wenn es um die Auswahl von Zusatzgewichten für das Lauftraining geht, so bietet der Sporthandel grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten. Auf der einen Seite können Läufer auf die allseits bekannte Gewichtsweste zurückgreifen, welche vor allem aus dem Mannschaftstraining bekannt ist und diesbezüglich auch von Profifußballern verwendet wird. Die Gewichtsweste sorgt durch eine allgemeine Erhöhung des Körpergewichtes dafür, dass der Läufer jeden Meter mit einer höheren Intensität spürt. Da die Wirbelsäule beim Tragen von Gewichtswesten stark beansprucht wird, ist es wichtig, dass die gewählte Gewichtsweste nur so schwer ist, wie es die Ausprägung der Rückenmuskulatur zulässt. Anfänger werden bei einer Gewichtsweste mit einem Gewicht in Höhe von 10 Kilogramm sicherlich schon vor einer ordentlichen Herausforderung stehen. Besonders empfehlenswert sind Gewichtswesten, die man individuell beispielsweise mit Sand auffüllen kann. Darüber hinaus gibt es auch Gewichtswesten bei denen man die Gewichte kiloweise entnehmen oder ergänzen kann. Die zweite Möglichkeit zum Einbinden von Gewichten in das Lauftraining ist das Tragen von Gewichtsmanschetten. Gewichtsmanschetten besitzen in der Regel ein Gewicht von 0,5 bis 5,0 Kilogramm und werden an den Hand- und Fußgelenken getragen. Je nach Geschmack kann man in diesem Zusammenhang vier einzelne Manschetten gleichzeitig tragen. Bei Gewichtsmanschetten sollte man unbedingt darauf achten, dass sie gut sitzen und sich beim Laufen nicht zu stark hin und her bewegen. Dazu sollten sich die Manschetten nicht unbedingt wie ein Fremdkörper an den Gelenken anfühlen, da das Lauftraining dadurch schnell an gewohntem Komfort verliert.

Verbesserung von Ausdauer oder Sprintgeschwindigkeit – beides ist möglich!

Wer im Rahmen seines Lauftrainings mit zusätzlichen Gewichten arbeitet, der kann etwas für seine allgemeine Ausdauerfähigkeit aber auch für seine Sprintgeschwindigkeit tun. Die Trainingsfortschritte können dabei ganz einfach gemessen werden. Wer an Tag A ein hartes Lauftraining oder auch einige Sprints beziehungsweise Steigerungsläufe mit Zusatzgewicht absolviert, der wird an Tag B sicherlich merken, dass ihm das gesamte Workout ohne die zusätzlichen Gewichte wesentlich leichter fällt. Der Erfolg kann sich in diesem Beispiel durch eine erhöhte Sprintgeschwindigkeit bemerkbar machen, da die zum Laufen benötigte Muskulatur durch die Gewichte wesentlich stärker beansprucht wird und sich auf Dauer anpasst. Gewichte bieten eine große Trainingsvielfalt und sind für Anfänger als auch für fortgeschrittene Läufer eine absolute Bereicherung, wenn es darum geht im Rahmen der typischen “Laufroutine” für etwas Abwechslung zu sorgen!

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