Laufen im Alter

Laufen im Alter

Bildquelle: © Warren Goldswain - Fotolia.com

Auch im höheren Lebensalter ist es durchaus noch möglich, mit dem Laufen zu beginnen. Die erste Grundvoraussetzung ist allerdings, einen Termin beim Hausarzt zu machen und ihm dieses Anliegen zu unterbreiten. Der Hausarzt ist normalerweise der Mediziner, der seinen Patienten schon längere Zeit kennt und deshalb um dessen besondere gesundheitliche Risiken weiß.
Risikopatienten wird der Hausarzt eventuell das Laufen sogar verbieten und gemeinsam mit ihm nach einer Alternative suchen, ihm trotzdem sportliche Betätigung zu ermöglichen. Allen anderen, gesunden älteren Menschen wird er das Laufen nicht nur erlauben, sondern er wird es sogar empfehlen. Einer der Gründe für vorzeitigen körperlichen und geistigen Verschleiß ist nämlich nicht ein Zuviel, somndern ein Zuwenig an Bewegung.
Menschen, die jahre- oder sogar jahrzehntelang keinen Sport betrieben haben, sollten wirklich mit einem sehr kleinen Laufpensum starten. Doch bevor sie das tun, sollten sie noch zwei andere Dinge in Angriff nehmen. Erstens gehört zum Laufen eine gute Grundausstattung an atmungsaktiver Kleidung und an adäquaten Laufschuhen. Und dann sollte der ältere Mensch vielleicht nicht alleine laufen. Interessierte finden in jeder Stadt Gleichgesinnte in Sportvereinen und anderen Institutionen. Dort finden sie auch Menschen, die sie beim Laufsport nicht nur begleiten, sondern auch anleiten können. Denn richtiges Lauftraining muss erlernt werden, da ansonsten mehr Schaden als Nutzen daraus erwächst. Kleine Etappen sollte der ältere Läufer am Anfang in Angriff nehmen. Er sollte nicht über die Grenze des eigenen Wohlbefindens hinweg weiterlaufen. Der ältere Jogger sollte auch keinesfalls versuchen, im Wettbewerb gegen andere zu laufen. Sein Gewinn besteht darin, mit einem ganz kleinen Laufpensum anzufangen und sich kontinuierlich ein wenig zu steigern. Diese Steigerung kann, muss aber nicht erfolgen.
Ältere Menschen neigen fast immer dazu, zu wenig Wasser zu trinken. Wenn sie, bei zu geringer Flüssigkeitsaufnahme, auch noch zusätzliches Lauftraining absolvieren, ist die Gefahr des Dehydrierens besonders hoch. Deshalb kann der ältere wie der jüngere Läufer alles zu Hause vergessen, aber niemals vergisst er seine Wasserflasche. Und selbstverständlich vergisst er auch nicht, daraus ordentlich zu trinken.
Da die Verletzungsgefahr auf härteren und ungeeigneten Untergründen wesentlich größer ist, sollten ältere Läufer wirklich nur auf bestem Untergrund laufen. In gesetzterem Alter heilt ein Knochenbruch oder eine Verletzung von Muskeln und Sehnen viel langsamer als in jungen Jahren. Auch von rutschigen und vereisten Laufwegen hält sich der betagte Läufer besser fern. Bei Eis und Schnee kann das Lauftraining dann eben einmal nicht stattfinden. Es könnte aber beispielsweise durch Gymnastik für Ältere in einem Sportverein ersetzt werden.
Grundsätzlich gilt für ältere Läufer in besonderem Maße: Zuerst kommt die Gesundheit und die Sicherheit und dann kommt der Sport.

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