Lungenfunktionstest (Spirometrie)

Lungenfunktionstest (Spirometrie)

Bildquelle: © Jürgen Fälchle - Fotolia.com

Durch einen Lungenfunktion stelzt kann man Krankheiten wie Asthma zuverlässig bestimmen; auch andere Lungenerkrankungen lassen sich mit dem Diagnoseverfahren feststellen. Ein Lungenfunktionstest dient der Diagnose bei Atembeschwerden, deren Ursachen nicht sofort erkennbar sind. Der einfache Test, auch Spirometrie genannt, misst die Lungen- und Atemvolumina und stellt sie grafisch dar. Der Patient muss dazu durch das Mundstück des Messgerätes ein- und ausatmen. So lässt sich schnell herausfinden, ob die Atemwege verengt sind und Lungenerkrankungen wie beispielsweise Asthma, eine Lungenentzündung oder Lumpenprosa vorliegen. Bei allen Erkrankungen ist entweder die Dehnbarkeit der Lunge eingeschränkt oder sind die Atemwege verengt.

Die Untersuchungsmethode hat jedoch den Nachteil, dass die Ergebnisse abhängig von der aktiven Mitarbeit des Patienten abhängen. Ist er weniger kooperativ oder unkonzentriert, sind die Ergebnisse nicht genau. Daher wendet man neben der Spirometrie auch andere Verfahren zur Prüfung der Lungenfunktion an. Eines dieser Verfahren ist die Ganzkörper-Plethysmographie. Hier wird nicht nur das Lungenvolumen und der Atemwegswiderstand gemessen, sondern auch die Menge Luft, die nach optimaler Ausmalung in der Lunge zurückbleibt. Für diese Untersuchung muss der Patient in einer geschlossenen Kammer sitzen. Nur so lässt sich trotz der bei der Atmung entstehenden Druckschwankungen der Druck im Brustkorb feststellen. Dieser Wert ist aussagekräftiger als das gemessene Atemvolumen.

Ist die Lunge gesund, atmet ein erwachsener Mensch mit einem tiefen Atemzug etwa 3,5 Liter sauerstoffhaltige Luft ein und Kohlenstoffdioxid aus. In einer Minute können bei schneller Atmung bis zu 170 Liter Luft umgesetzt werden. Anders bei einer erkrankten Lunge. Hier wird weitaus weniger Luft transportiert. Da viele Lungenerkrankungen in der Anfangszeit ohne Beschwerden verlaufen, wenn sie oft viel zu spät erkannt. Dank der Spirometrie können Lungenfunktionseinschränkungen früher erkannt und rechtzeitig behandelt werden. Risikopatienten wie Leistungssportler oder Menschen mit belastenden Arbeitsplätzen sollten, sofern sie Symptome aufweisen, den Lungenfunktionstest in Anspruch nehmen. Aber auch Rauchern und Menschen, die starken körperlichen Belastungen ausgesetzt sind, wird dieser Test angeraten. Ebenso sinnvoll ist ein solcher Test bei der Vermutung von Asthma.
Der Patient muss aktiv in das Gerät ein atmen, damit die Messdaten aussagekräftig sind. Der einfache Lungenfunktionstest kann beim Hausarzt durchgeführt werden, für die Ganzköper- Plethysmografie ist der Besuch eines Lungenfacharztes oder in einem Krankenhaus notwendig.

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