Knochendichemessung – wirksam zur Vorbeugung von Osteoporose

Knochendichemessung – wirksam zur Vorbeugung von Osteoporose

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Die Knochendichtemessung dient der Früherkennung von Osteoporose und von anderen Stoffwechselerkrankungen der Knochen. Mithilfe der Messung von Knochendichte kann man das Risiko für die Entwicklung dieser Krankheiten bestimmen. Knochenschwund ist eine weit verbreitete Krankheit, unter der jede dritte Frau über 50 Jahren in Deutschland leidet. Auch Männer sind, wenn auch seltener, davon betroffen.

Durch die Osteoporose wird die Knochenmasse geringer und die Knochenstruktur verändert sich. Dadurch wird der Knochen instabiler und kann leichter brechen. Frauen nach den Wechseljahren sind eine besondere Risikogruppe, da das weibliche Geschlechtshormon Östrogen nun kaum noch produziert wird. Das hat aber starken Einfluss auf die Knochenstabilität. Auch infolge anderer Erkrankungen kann es zur Entstehung von Osteoporose kommen. Hauptursächlich sind rheumatische Erkrankungen, Hormonstörungen und Schilddrüsenüberfunktion. Erkrankungen, die die Kalziumaufnahme im Körper beeinträchtigen, können ebenfalls zu Osteoporose führen. Mit der richtigen Ernährung und Bewegung kann man der Entstehung von Osteoporose vorbeugen.

Es gibt drei Untersuchungsmethoden zur Ermittlung der Knochendichte:

• Osteosonographie (Ultraschallmethode)
• Dual-X-ray-Absorptiometrie (DXA-Methode/Röntgenuntersuchung von Wirbelsäule und Oberschenkelhalsknochen)
• HRpQCT-Methode (Computertomographie des Unterarms oder Unterschenkels)

Mit diesen Methoden werden jeweils unterschiedliche Knocheneigenschaften ermittelt. Jede Methode hat ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen. Die DXA-Methode ist zwar die zuverlässigste, doch sie birgt gewisse Fehlerquellen, da die Flächendichte mit Röntgenstrahlen nur zweidimensional gemessen wird. Auch die Ultraschallmethode kann nur das Risiko eines Knochenbruchs statistisch einschätzen. Diese Untersuchung kommt jedoch ohne radioaktive Strahlung aus. Zur genaueren Bestimmung der Knochendichtemessung sind daher auch Laboruntersuchungen notwendig. So stellt man auch weitere Erkrankungen, die Begleiterscheinungen einer niedrigen Knochendichte sind, fest.

Therapien mit erwiesenem Nutzen gegen Osteoporose gibt es nur, wenn die Erkrankung schon ausgeprägt ist. Daher ist die Knochendichtemessung dann sinnvoll, wenn ein konkreter Verdacht auf Knochenschwund vorliegt. Gibt es außer dem Alter keine weiteren Risikofaktoren, empfiehlt sich diese Untersuchung erst ab dem Alter von 70 Jahren. Da die Knochendichte aber sehr langsam abnimmt, sollten Frauen am Anfang der Wechseljahre eine Knochendichtemessung vornehmen lassen.

Wer phosphatreiche Lebensmittel und wenig Kalzium zu sich nimmt oder Kortison haltige Medikamente einnehmen muss, ist gefährdet, an Osteoporose zu erkranken. Mit gesunder Ernährung und Sport kann man sehr viel tun, um den Folgen von Stürzen vorbeugen, die eine zu geringe Knochendichte nach sich zieht. Durch Sport werden Muskeln und Koordination gestärkt. Es gibt spezielle Präventivkurse, die auch von den Krankenkassen angeboten werden. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Kalzium und Vitamin D schützt. Wer sich täglich 30 Minuten im Freien aufhält, verbessert dadurch seinen Kalziumhaushalt. Nach Möglichkeit sollte man kein Alkohol trinken und nicht rauchen, denn das schädigt auch die Knochen zusätzlich.

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