Brain-Check

Brain-Check

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Was ist ein Brain-Check überhaupt?

Unter dem Begriff Brain-Check versteht man die ausführliche und systematische Untersuchung des Gehirns auf seine Leistungsfähigkeit und seinen Gesundheitszustand.

Wann ist es sinnvoll, einen Brain-Check zu veranlassen?

Die Durchführung eines Brain-Checks ist immer dann sinnvoll, wenn es Hinweise darauf gibt, dass die Leistungsfähigkeit des Gehirns nachlässt und somit eine Demenzerkrankung vorliegen könnte. Auch bei Vorerkrankungen oder wenn Beschwerden nach Unfällen den Verdacht auf eine Hirnschädigung zulassen, ist ein Brain-Check angezeigt.

Anzeichen für eine mögliche dementielle Erkrankung sind u.a. Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Interesselosigkeit oder das Nachlassen der Aufmerksamkeit. Diese Zeichen zählen zu den typischen Frühsymptomen z.B. von Morbus Alzheimer.

Bestehen nach einem Unfall Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen oder tritt gar ein Gedächtnisverlust oder Bewusstlosigkeit auf, können das Indizien für ein Schädel-Hirn-Trauma (SHT) sein. Stellt der Arzt ein SHT fest, ermöglicht der Brain-Check rechtzeitig die optimale Weiterversorgung des Patienten.

Ein Brain-Check kann außerdem zur Vorsorge durchgeführt werden.
Auch wenn noch keine Symptome bemerkt werden, kann ein Durchchecken des Gehirns unter Umständen zur Früherkennung sinnvoll sein, um möglichst rechtzeitig eine mögliche Veränderung der Gehirnleistung zu erfassen und optimal darauf reagieren zu können.

Wie findet so ein Brain-Check statt?

Aufgrund der vielschichtigen Funktionsweise und der ebenso komplexen Möglichkeiten der Schädigungsmuster des menschlichen Gehirns ist es wichtig, möglichst präzise und umfassende Tests durchzuführen. Es kommen die unterschiedlichsten Untersuchungsmethoden aus den Bereichen der Neurologie und der Psychologie zum Einsatz.

In der Regel beginnt der Check mit einer ausführlichen psychologischen Einschätzung mittels standardisierter Fragebögen, die vom Patienten ausgefüllt werden. Anschließend werden diese vom betreuenden Ärzte- bzw. Psychologenteam analysiert und vom behandelnden Arzt detailliert ausgewertet.

Ausgehend von den jeweils daraus resultierenden Untersuchungsergebnissen werden dann, falls erforderlich, weitere Untersuchungen veranlasst.

Dazu zählen:

  • Blutentnahme und Labordiagnostik – zum Erkennen von Stoffwechselstörungen des Gehirns
  • Elektroenzephalografie (EEG) – misst die Hirnströme
  • Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) – stellt das Gehirn bildlich dar
  • Ultraschalluntersuchung der Hirngefäße – misst die Hirndurchblutung
  • Positronen-Emissions-Tomografie (PET) – es handelt sich um ein spezielles Bildgebungs- bzw. Funktionsdiagnostikverfahren, das nur in dafür vorgesehenen Einrichtungen durchgeführt wird
  • Liquorpunktion (Nervenwasseruntersuchung) – falls der Verdacht auf Entzündungen des Nervensystems vorliegt

Sowohl die Ergebnisse der psychologischen Befragung als auch die Auswertungen der medizinischen Untersuchungen werden abschließend mit dem Patienten ausführlich besprochen, um gemeinsam das weitere Vorgehen abzustimmen.

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