Fettlösliche Vitamine

Fettlösliche Vitamine

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Kleine, aber wichtige Bausteine im Körper des Menschen sind die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Vitamin A ist sowohl für unsere Augen als auch Haut und Schleimhaut wichtig. Vitamin D hat großen Einfluss auf die Stabilität von Knochen und Gelenken. Die Körperzellen werden von Vitamin E vor Zerstörung geschützt und Vitamin K sorgt für eine gute Wundheilung.

Vitamin A

Um Farben zu erkennen, in der Dämmerung oder nachts gut zu sehen, benötigen unsere Augen unter anderem das Vitamin A (Retinol). Vitamin A ist Bestandteil von Rhodopsin (Sehpurpur), das in den Netzhautzellen enthalten ist. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A ist für Haut und Schleimhäute notwendig, vor allem aber auch für die gesunde Embryoentwicklung während der Schwangerschaft einer Frau.

Der tägliche Bedarf an Vitamin A liegt bei etwa 0,8 bis 1,0 Milligramm. Schwangere und Stillende benötigen bis zu 1,5 Milligramm. Gedeckt werden kann der Bedarf durch tierische Lebensmittel, wie zum Beispiel Leber, Fisch, Milch, Käse oder Eier. Möhren, Spinat, Fenchel, Sanddorn und Aprikosen sind weitere Alternativen zur Bedarfsdeckung. Eine Hypovitaminose (Mangel an Vitamin A) gibt es in Deutschland selten, da der Körper bei Bedarf in der Lage ist Betacarotin in Vitamin A umzuwandeln.

Vitamin D

Vitamin D (Calciferol) ist für den Aufbau und Erhalt der Knochen und Zähne notwendig. Vitamin D unterstützt die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung.

Der Mensch kann seinen Bedarf an Vitamin D zum größten Teil selbst decken. Dazu ist Sonnenlicht erforderlich. Wer dreimal in der Woche ein kurzes Sonnenbad nimmt, bildet ausreichend Vitamin D. In den Wintermonaten wird dieser Bedarf durch Eigensynthese meist nicht gedeckt. Daher benötigt der Körper Vitamin D verstärkt aus der Nahrung. Lachs, Hering und Aal sind gute Vitamin-D-Lieferanten. Das Gleiche gilt für Eier und Pilze.

Vitamin E

Vitamin E (Tocopherole) sorgt dafür, dass Zellen durch freie Radikale (aggressive Moleküle) nicht geschädigt werden und dadurch ihre Funktion nicht mehr ausüben können. Vitamin E soll dank dieser Eigenschaft Arteriosklerose und Krebs unterbinden. Außerdem unterstützt es das Immunsystem.

Der Tagesbedarf an Vitamin E von zwölf bis 15 Milligramm kann normalerweise problemlos durch die Nahrung abgedeckt werden. Pflanzliche Öle sind reich an Vitamin E, aber auch Nüsse, Sojabohnen und Geflügel. Sowohl eine Unter- als auch eine Überversorgung gibt es kaum.

Vitamin K

Vitamin K ist unter der den Vitaminen am wenigsten bekannt. Es fördert die Blutgerinnung, bei Verletzungen werden dadurch Blutungen gestoppt. Der genaue Bedarf an Vitamin K ist nicht bekannt. Das liegt unter anderm daran, dass der menschliche Organismus Vitamin K im Darm selbst bildet. Inwieweit dies resorbiert werden kann und zur Bedarfsdeckung beiträgt, ist nicht geklärt. Besonders reiche Vitamin-K-Quellen sind Geflügel, mageres Rind und Schweinefleisch, außerdem sind Sojabohnen, Erbsen, Bohnen, Rotkohl, Blumenkohl und Rosenkohl gute Lieferanten.

Vitamin-K-Mangel tritt beim Erwachsenen selten auf. Er wird indirekt verursacht, zum Beispiel durch Gallenerkrankungen, Leberfunktionsstörungen und größerem Blutverlust nach Verletzungen oder Operationen. Säuglinge erhalten manchmal zusätzlich Vitamin K, da sie selbst nicht genügend herstellen können.

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