Ess-Brech-Sucht (Bulimie)

Ess-Brech-Sucht (Bulimie)

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Die Bulimie ist als Ess-Brech-Sucht bekannt und macht den Betroffenen das Leben zur Hölle. Es ist eine Suchkrankheit, der oft seelische Störungen zugrunde liegen, ein Psychologe oder Psychiater kann hier besser helfen, als ein praktischer Arzt.

Aber leider sprechen Betroffene überhaupt nicht über die Krankheit, im Verborgenen leiden die Patienten oft Höllenqualen. Was einem gesunden Menschen überhaupt nichts ausmacht, führt bei Bulimie-Kranken meist zu Fress-Attacken. Jeder Mensch liebt Himbeereis und Schokolade, Marmelade, Wurst oder Schinken. So lange man das Essen in normalen Portionen genießt, ist es auch nicht schlimm diese Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Bulimie-Kranken aber essen oft den Kühlschrank leer, wie im Rausch “futtern” sie alles durcheinander. An Genuss ist hier nicht mehr zu denken, noch während des Essens verwandelt sich der Appetit in Ekel.

Danach ist der erste Gang zum Klo. Die „Dickmacher“ wieder loswerden, das ist noch der einzige Gedanke. Dann kommt der Finger in die Gurgel und Betroffene erbrechen den gesamten Inhalt des Magens in die Toilette. Danach schämen sie sich und nehmen sich vor öfter ins Fitness-Studio zu gehen oder zu fasten. Nahe Verwandte, Freunde, Partner oder Angehörige ahnen nichts von der Krankheit, alles geschieht im Verborgenen und wird verheimlicht.

Betroffen sind meist junge Frauen, die ein Problem mit ihrer Figur haben. Das ganze Leben dreht sich um Diäten, Fett-Pölsterchen oder Kalorien. Sie sind unzufrieden mit ihrem Gewicht, ihrer Figur und haben ständig Angst vor Übergewicht. Experten nehmen an, dass die Bulimie ein Form der Magersucht ist, als „gescheiterte“ Magersüchtige greifen Betroffene lieber zu den Attacken am Kühlschrank.

Meist sind Frauen betroffen, bei Männern wird diese Krankheit seltener beobachtet. Wissenschaftler behaupten, dass jede hundertste Frau unter Bulimie leidet. Wenn diese Ess-Störung im Anfangsstadium ist sind die Frauen meist 16 bis 20 Jahre alt, bei sofortiger Behandlung können Betroffene meist geheilt werden. Im späteren Verlauf wird es schwierig diese Störung zu behandeln, da Mitmenschen von der Krankheit oft nichts mitbekommen.

Achten sollte man verstärkt auf Unzufriedenheit mit dem Körper und Gewicht, auf ungewöhnliche Fress-Attacken und auf Erbrechen unmittelbar nach dem Essen. Das Verhaltensmuster ist eigentlich immer gleich, erst werden Unmengen vertilgt, dann wird das Essen wieder erbrochen. Man sollte diese Krankheit durchaus ernst nehmen, aber leider kann man oft nichts dagegen tun.

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