Der Ärztecheck 2014 – worauf müssen Sie achten

Der Ärztecheck 2014 – worauf müssen Sie achten

Bildquelle: © by Tim Reckmann / pixelio.de

Alle Quellen anzapfen: Einen guten Arzt zu haben, ist Gold wert. Das weiß man aber meistens erst dann, wenn man mit seinem Arzt nicht mehr zufrieden ist. Aber wie findet man einen Arzt, dem man sein Vertrauen schenken kann und der wirklich ein offenes Ohr für seine Patienten hat und der viele verschiedene Leistungen bietet? Wie so oft, ist es auch hier sinnvoll alle möglichen Informationsquellen anzuzapfen. Am einfachsten ist es, sein eigenes soziales Netzwerk zu befragen: Freunde, Verwandte und Bekannte. Natürlich auch die Freunde auf Facebook und Co. nicht vergessen. Die Art der Suche ist davon abhängig, welcher medizinischen Fachrichtung der gesuchte Arzt angehören soll. Suchen Sie zum Beispiel einen Orthopäden, dann fragen Sie am besten Freunde und Bekannte, von denen Sie wissen, dass sie selbst orthopädische Probleme haben und ab und zu einen solchen Facharzt konsultieren. Niemand weiß besser, wie der Ruf eines Gynäkologen in Bezug auf eine Schwangerenbetreuung ist, als die schwangeren Frauen vor Ort selbst. Dennoch ist aber der Ruf, der einem Arzt vorauseilt nicht alles. So mag der eine Patient lieber auf eine bestimmte Art und Weise behandelt werden, oder es haben sich über Jahre feste Bindungen zwischen Arzt und Patient abgebaut, die von außen nur schwer nachzuvollziehen sind.

Das Internet weiß alles

Neben den persönlichen Kontakten sollten Sie unbedingt auch einen Blick ins Internet werfen. Zunächst einmal ist die Suche auf verschiedenen Suchmaschinen zu empfehlen. Dort finden sich meistens auch Einträge in Ihrer Nähe. Jetzt können Sie die Webseiten dieser Ärzte anschauen. Webseiten geben einen ersten Eindruck, wie eine Arztpraxis tickt. Auch, wenn es überhaupt keine eigene Webseite für eine bestimmte Praxis gibt, ist das eine wichtige Information darüber, wie modern oder patientenorientiert sich ein Arzt präsentiert. Weitere wichtige Hinweise liefern die Arzt-Bewertungsportale. Inzwischen gibt es davon eine ganze Reihe. Einige Krankenkassen haben sogar eigene Portale eingerichtet, auf denen sich deren Mitglieder über niedergelassene Ärzte informieren können. Je mehr Bewertungen ein Arzt in einem solchen Portal hat, desto klarer ist ein Trend zum Beispiel in Bezug auf die Patientenorientierung, die Wartezeit oder die fachliche Qualifizierung zu erkennen. Aber Vorsicht! Auch hier ist der „Ruf“ im Netz nicht alles. Es soll auch Ärzte geben, die die eigenen Bewertungen versuchen zu manipulieren und es soll auch Patienten geben, die ihrem Arzt – warum auch immer – eins auswischen wollen. Aber das kann man von außen nie herausbekommen.

Es geht nichts über die eigene Erfahrung

Bei allen Eindrücken und Hinweisen, die Sie von anderen erhalten, entscheidend ist letztendlich die eigene Empfindung. Dabei registrieren Sie von Anfang an, wie sich die neue Arztpraxis und deren Arzt Ihnen gegenüber geben. Wie lange dauert es, bis Sie einen Termin bekommen? Wie freundlich ist das Personal Ihnen gegenüber? Am wichtigsten ist dann natürlich der Arzt selbst. Wie gestaltet sich die Konsultation? Können Sie ein Vertrauensverhältnis zu Ihrem Arzt aufbauen? Werden Sie als Kassenpatient häufig auf Selbstzahlerleistungen angesprochen? Fühlen Sie sich insgesamt wohl in der neuen Arztpraxis? Und, wenn alles passt, dann hat sich die Mühe gelohnt und Sie haben einen vertrauensvollen Ansprechpartner für Ihre gesundheitlichen Belange gefunden.

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